Fleischer/in
Der Fleischkonsum in Deutschland liegt pro Kopf ungefähr bei 60 Kilogramm im Jahr. Doch qualitativ hochwertiges Fleisch bekommt man heutzutage eigentlich nur noch beim Fleischer seines Vertrauens.
Bin ich für diesen Beruf geeignet?
Fleisch ist deine Leidenschaft und bei dem Anblick von Blut bleibst du standfest. Als zukünftiger Fleischer solltest du auf jeden Fall kein Problem mit der Schlachtung von Tieren haben. Überzeugte Vegetarier sind für diesen Beruf also eher nicht geeignet. Du solltest verantwortungsvoll und auch professionell mit dem wertvollen Lebensmittel Fleisch umgehen können.
Was sind die Aufgaben eines Fleischers?
Rohmaterial beschaffen: Bei der Beschaffung des Rohmaterials solltest du auf jeden Fall darauf achten, dass es aus gesicherter, kontrollierter Herkunft stammt. Der spätere Genuss deiner Kunden zeichnet sich durch Qualität aus. Deine Kunden bezahlen gern mehr dafür.
selbst schlachten: Je nachdem ob du in einem Fleischereifachgeschäft, im Einzelhandel, im Großhandel oder in der Industrie arbeitest – Schlachten kann auch zu deinen Aufgaben gehören. Zuerst betäubst du das Tier, tötest es, nimmst es anschließend aus und zerlegst es. Um dich vor Verletzungen zu schützen trägst du dabei stets Handschuhe und Schürzen. Achte bei dem Prozess stets auf Hygiene, um dich und dem späteren Kunden vor Krankheiten zu bewahren.
Weiterverarbeitung: Nach der Sichtung des Rohmaterials zerlegst du das Fleisch und bereitest es für die weitere Verarbeitung vor. Anschließend veredelst du das Fleisch und verarbeitest es zu traditionellen Fleisch- und Wurstspezialitäten zu. Kreativität ist gefragt! Traditionelle Produkte sind wichtig, doch probiere auch mal etwas Neues aus und überrasche deine Kunden.
Auswahl der richtigen Mitarbeiter: Eröffnest du dein eigenes Fleischereigeschäft, benötigst du freundliche und kompetente Fachverkäufer.
Sauberkeit und Optik: Sauberkeit und die Einhaltung von Hygienevorschriften sind das wichtigste in deinem Fleischereifachgeschäft. Sorge mit der richtigen Einrichtung, Beleuchtung und Dekoration dafür, dass sich die Kunden wohlfühlen. Der Kunde von heute erwartet Modernität und Kreativität! Das Auge isst schließlich mit.
Kundenberatung: Als Fleischer solltest du über alle Produkte in deinem Geschäft Bescheid wissen. Fragen zur Herkunft des Tieres, zu Inhaltsstoffen, zur Zubereitung oder zur Weiterverarbeitung solltest du kompetent beantworten können.
Imbiss und Zusammenarbeit: Neben dem Verkauf von gut gekühlten Fleisch-und Wurstwaren ist es ebenso möglich, warme Fleischgerichte anzubieten. Stelle den Kunden Sitzmöglichkeiten bereit. Dein Geschäft ist somit eine Kombination aus Imbiss und Fleischerei. Als Fleischer arbeitest du auch oft mit anderen Imbissbetrieben oder dem Partyservice zusammen.
Partyservice und Live-Cooking: Du kannst auch einen eigenen Partyservice anbieten. Bereite die Waren in deinem Geschäft vor, liefere sie anschließend zum Veranstaltungsort und baue das Büfett auf. Als Fleischer bist du natürlich ein Meister am Grill. Du kannst dem Kunden anbieten die Gerichte vor den Augen der Gäste zuzubereiten. Eine kreative Art und Weise aus der Veranstaltung ein einzigartiges und unvergessliches Event zu machen. Sei im Umgang mit deinen Kunden stets freundlich und souverän.
Du musst dich entscheiden!
In der Berufsschule laufen die ersten beiden Jahre der Ausbildung für jede Fachrichtung gleich ab. Nach Ablauf des zweiten Ausbildungsjahren hast du die Möglichkeit, dich in einer der folgenden sechs Fachrichtungen zu spezialisieren:
- Schlachten
- Herstellen besonderer Fleisch- und Wurstwaren
- Herstellen von Gerichten
- Veranstaltungsservice
- Kundenberatung und Verkauf
- Verpacken von Produkten
Was sind die Ausbildungsinhalte?
- Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
- Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- Umweltschutz
- Umgehen mit Informations- und Kommunikationstechnik
- Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Arbeiten im Team
- Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen
- Umsetzen von lebensmittelrechtlichen Vorschriften
- Handhaben von Anlagen, Maschinen und Geräten
- Kontrollieren und Lagern
- Kundenorientierung
- Beurteilen, Zerlegen und Herrichten von Schlachttierkörpern und -teilen
- Herstellen von Koch-, Brüh- und Rohwurst
- Herstellen von Pökelware
- Herstellen von Hackfleisch
- Verpacken
- Herstellen von küchenfertigen Erzeugnissen
Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk
Freundlichkeit und Kompetenz – das A und O als Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk! Ob Bio-Hähnchenfilet oder Vollkornbrötchen, du weißt die richtige Antwort, wenn die Kunden nach der Produktherstellung oder den Inhaltsstoffen fragen.
Im Verkaufsraum sorgst du mit deinem freundlichen Lächeln dafür, dass sich der Kunde wohlfühlt. Jede Kundenberatung ist individuell – für dich kein Problem! Du bist Profi darin, dich auf jede Art von Kunden einzustellen. Neben der Beratung steht natürlich das Verkaufen im Vordergrund. Alle Produkte müssen ansehnlich und schön dekoriert in der Auslage präsentiert werden.
Du musst dich entscheiden!
In der Ausbildung zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk entscheidest du dich für eine Bäckerei, Konditorei oder Fleischerei. In der Berufsschule läuft das erste Jahr der Berufsausbildung für jede Fachrichtung gleich ab. Je nachdem, für was du dich entschieden hast, vertiefst du dein Wissen ab dem zweiten Ausbildungsjahr.
Schwerpunkt Bäckerei/Konditorei: In einer Bäckerei/Konditorei bist du für den Verkauf von Backwaren, Kuchen und Torten, Getränken und Süßwaren zuständig. Du informierst den Kunden über die Bestandteile der Bäckereiprodukte und über mögliche Allergene oder Unverträglichkeiten. Kreativität und Sauberkeit ist gefragt! Die Auslage muss stets sauber und geordnet sein. Mithilfe von Dekoartikeln sorgst du für optische Highlights. In der Ausbildung lernst du, die Waren nach Hygienevorschrift anzufassen und zu verpacken.
Schwerpunkt Fleischerei: In einer Fleischerei bist du hingegen für den Verkauf von Fleisch- und Wurstwaren zuständig. Wenn du kein Problem mit dem Geruch von Wurst hast, dann könnte dieser Fachbereich das Richtige für dich sein. Du informierst die Kunden über die Verwendungs- und Weiterverarbeitungsmöglichkeiten der Produkte. Im Sortiment sind neben Wurst- und Fleischprodukten auch Feinkostsalate und belegte Brötchen.
Worauf kommt es an?
In der Lebensmittelindustrie ist Sauberkeit und Ordnung wichtig. Fühlt sich ein Kunde im Verkaufsraum nicht wohl, wird er das Geschäft kein zweites Mal betreten. Für die richtige Atmosphäre ist es außerdem wichtig, dem Kunden mit einem gepflegten Äußeren gegenüberzutreten. Der Job als Fachverkäufer ist service- und kundenorientiert. Bediene den Kunden stets freundlich und souverän. Falls die elektronische Kasse mal nicht funktioniert oder du dich vertippt hast, ist es von Vorteil, wenn du dem Kunden ohne große Probleme das richtige Wechselgeld zurückgeben kannst. In Stresssituationen solltest du stets Ruhe bewahren, ansonsten schleichen sich Fehler ein. Konzentriere dich auf deine Handgriffe und bleibe freundlich, denn für eine freundliche Bedienung wartet der Kunde gern ein paar Minuten länger.
Was sind die Ausbildungsinhalte?
- Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
- Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- Umweltschutz
- Nutzen von Informations- und Kommunikationstechnik
- Umsetzen von lebensmittel- und gewerberechtlichen Bestimmungen
- Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Arbeiten im Team
- Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen
- Kundenberatung, Verkauf von Produkten
- Handhaben und Pflegen von Anlagen, Maschinen und Geräten
- Lagern und Kontrollieren von Lebensmitteln, Verpackungsmaterialien und Betriebsmitteln
- Durchführen von Geschäftsverkehr
- Durchführen von Werbung und VerkaufsförderungVerpacken und
- Aushändigen von Waren
- Präsentieren von Waren
- Umgang mit Waren, Fachberatung
- Herstellen von Gerichten